Auf Hawaii zu sein und keine Surfstunde zu nehmen wäre ein großer Fehler.
Genauso denkt Dan, ein Lehrer aus Los Angeles mit dem ich mich abends im Hostel unterhalte.
Von Bernie, dem Freund der Hausherrin, bekommen wir die Empfehlung dass sunsetsuzy (http://www.sunsetsuzy.com) eine hervorragende Schulung anbietet.
Leider können wir niemanden erreichen und hinterlassen eine Nachricht auf der Mailbox. Am kommenden morgen ruft Suzy prompt zurück. Leider ist sie gerade auf dem Festland, aber arrangiert dennoch eine Surfstunde bei Vanessa, einer Freundin.
Wir sollen um 9.30 Uhr beim Starbucks neben dem Foodland bei Sharks Cove sein und auf Vanessa in einem schwarzen Truck warten.
Pünktlich fährt ein schwarzer Truck vor, allerdings hat Vanessa nur ein Surfbrett zur Schulung dabei. Die Wohnung ist jedoch nicht weit entfernt und ein paar Minuten später haben wir das zweite Board zur Schulung hinten auf dem Truck.
Die Schulung selbst kann man nicht wirklich als Schulung bezeichnen, obwohl sich Vanessa viel Mühe gibt. Entweder es liegt daran dass es zu früh am Sonntag Morgen ist, oder daran dass Vanessa keine wirkliche Ausbildung als Lehrerin hat.
Wie auch immer, nach ein paar Minuten Grundeinweisung sind wir alle im Wasser. Vanessa zeigt uns den besten Platz um eine Welle zu erwischen. Ich darf zuerst. Vanessa sieht eine passende Welle nahen und gibt mir zu Verstehen dass ich nun stark paddeln soll. Gemacht getan. Im Moment als mich die Welle erreicht gibt Vanessa meinem Board noch den letzten aber entscheidenden Schubs und die Welle nimmt mich mit. Etwas unsicher und wackelig bin ich auf der Welle unterwegs, aber ich komme für ein paar Sekunden richtig auf dem Board zu stehen. Das Board ist ein Longboard und wirklich für Anfänger gemacht. Dennoch freue ich mich sehr über den schnellen Erfolg!
Nun ist Dan an der Reihe und auch er kommt direkt bei der ersten Welle auf das Board.
In den kommenden 1,5 Stunden paddeln wir wie wild und versuchen noch die eine oder andere Welle zu erwischen.
Fazit: Es ist enorm anstrengend und man bekommt enormen Sonnenbrand an den Wadeln! Da hilft auch keine extreme Sonnencreme – die Sonne ist einfach zu stark. Zum Glück tut das Sunblock-Shirt und die Boardshort seinen Dienst und am Mittag zu Ende der Surf Lesson sind tatsächlich nur die Wadeln rot.
Nach einer Nacht mit Träumen von großen Wellen erwartet mich morgen nicht nur der Rückflug nach Seattle, sondern mit Sicherheit auch ein tierischer Muskelkater in den Armen! - Das Gefühl eine Welle auf Hawaii am North Shore geritten zu haben ist dies aber allemal wert!
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