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Zoll in Vladivostok

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Wir treffen uns am kommenden morgen bei der Spedition und fahren dann gemeinsam zum Zoll. Schnell werden von unseren Helfern die nötigen Unterlagen für David zusammengestellt. Wir sollen einen Zettel unterschreiben, der in Handschrift verfasst ist. Ich bin nicht einverstanden und  verlange eine Übersetzung des Textes. Ein paar Minuten später bekomme ich die Übersetzung. Der holperige Text auf dem Ausdruck weist auf ein Übersetzungsprogramm hin, aber immerhin kann ich die Bedeutung erkennen. Es ist ein Antrag dass mit den beiliegenden Unterlagen vom Zoll die Ausfuhr meines Motorrads aus Russland befürwortet werden soll. Ok, hier kann ich wohl getrost unterschreiben.
Nun ist Geduld angesagt, warten, warten und nochmal warten. Immer wieder wird erneut nach Unterlagen gefragt. Nochmal eine Kopie des Reisepasses, eine Kopie der Einfuhrbestätigung, und, und, und.
Endlich scheinen alle Unterlagen beisammen zu sein und wir werden gebeten am Nachmittag wieder zu kommen. Wir gehen in ein Cafe, denn diesen haben wir nun dringend nötig.
Am Nachmittag nehmen unsere Helfer die Motorräder genauer unter die Lupe. Wo ist die Fahrgestell-Nummer, wo ist die Nummer des Motors, etc. Scheinbar steht die Überprüfung durch den Zoll unmittlbar bevor. Tatsächlich kommt ein junger Herr in Uniform und kontrolliert die eben genannten Nummern. Er macht ebenfalls mit einer Digitalkamera ein Foto der Nummern und ein Foto vom Motorrad selber. Der Beamte scheint gut gelaunt zu sein und daher erlaube ich mir die Bemerkung, ob er mit den Bildern unsere Motorräder online versteigern will. Ich bekomme ein nettes Lachen und Kopfschütteln zurück. Wir müssen uns wohl keine Sorgen machen...

In meinen Container passt locker noch die Maschine von David. Er beteiligt sich mit einem kleinen Anteil an den Transportkosten.Kurz darauch können wir unsere Motorräder in der Zoll-Zone in den Container laden. Der Container steht auf dem Boden, man kann also einfach in den Container hinein fahren. Glücklicherweise müssen wir keine Holz-Boxen für die Maschinen basteln. Es wird uns erlaubt die Maschinen mit unseren eigenen Spanngurten sicher zu befestigen. Gesagt, getan. Danach wird vom Zoll-Beamten der Container verschlossen und mit einer Plombe versiegelt.

Am kommenden Tag sollen wir noch einmal vorbei kommen und die finale Version der Zoll-Papiere abholen. Doch vorher geht es an die Bezahlung für unsere Helfer beim Zoll. Zunächst ist der Preis höher als vereinbart, doch nach einigen Minuten Verhandlung ist der Preis wieder auf dem zuerst verhandelten Niveau.
Jetzt muss morgen noch alles gut gehen, denn zufrieden sind wir erst wenn wir die finalen Papiere in der Hand haben und der Container auf dem Frachter verladen ist.

 

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