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Moskau als Tourist

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Nach einem ausgewogenen Frühstück im Hotel Maxima Zarya geht es ab in die Stadt. Das Hotel liegt zwar im inneren Gürtel von Moskau, doch zum Kreml sind es immerhin rund 10 km. Mit dem Taxi kostet eine Fahrt umgerechnet 20 Euro, so entschließe ich mich für die U-Bahn, hier auch international Metro genannt. Der Kauf des Tickets ist spannend, es gibt keine Automaten wie an sie von daheim kennt. Hierzulande sind die Schalter noch mit netten Damen und Herren besetzt, die allerdings kein Wort englisch oder deutsch verstehen. Die zahlreichen Aushänge sind auf russisch in kyrillischer Schrift und selbsterklärende Grafiken gibt es nicht. Wenn man sich aber an die jüngeren Personen in der Warteschlange wendet verstehen und sprechen die meisten Jugendlichen englisch.

Mit einer Karte für die Metro gerüstet begebe ich mich nach unten auf den Bahnsteig, auf dem glücklicherweise bei meiner Station nur eine Linie verkehrt. Doch welche Richtung nehmen? Kyrillische Schrift überall, unglaublicher Lärm durch die fast minütlich verkeherenden Bahnen und stickige Wärme. Nachdem ich rund 10 Minuten wie ein 4-jähriges Kind ratlos umhergelaufen bin und mir ziemlich unbeholen vorkomme frage ich ein junges Päärchen nach der richtigen Seite des Bahnsteigs und schon kann es losgehen. Im Nachhineine betrachtet ist es gar nicht so schlimm sich zurecht zu finden, aber es ist dennoch schwieriger sich zurecht zu finden als in der Metro in München oder Paris...

Am Moskauer Kreml angekommen, stelle ich fest dass heute Donnerstag ist. Am Donnerstag ist der Kreml für Touristen geschlossen. Doch es gibt in der Nähe ja mehr zu entdecken. Wie wäre es also mit dem roten Platz?

Vorbei an der Außenmauer des Kreml kann man direkt zum roten Platz von Moskau gelangen. Im Prinzip kann man sich auch treiben lassen und den anderen Touristen nachlaufen, da gibt es immer was zu sehen.

An der St. Basilius Kathedrale am roten Platz von MoskauDer rote Platz ist in seiner Weite wirklch beeindruckend durch die hohen Mauern des Kreml und am südlichen Ende steht malerisch die St. Basilius Kathedrale. Die Kathedrale ist so verspielt dass sie wie aus einem Märchen erscheint. Nach ausgedehnter Foto-Session knurrt der Magen und ich erinnere mich dass ich einem Reisebericht im Internet gelesen habe dass in einem Kaufhaus direkt am roten Platz im zweiten Stock erschwingliches Essen zu haben ist.

Kaufhaus ist eher untertrieben. Es handelt sich bei dem GUM um das größte Kaufhaus Russlands. Marken-Artikel jeder Nobelmarke... Unweigerlich stelle ich den Tipp nach erschwinglichem Essen in Frage, werde aber wie versprochen im 2.Stock nicht enttäuscht.  Ein Teller Essen rund 5 Euro und ein Cappuccino für 60 Rubel, das sind heute im Jahr 2009 rund 1,50 Euro. - Das sind den zentralsten Punkt einer Weltstadt nun wirklich erschwingliche Preise!

Blick auf das große goldene Dach der Christus Erlöser KircheFrisch gestärkt laufe ich einige Kilometer am ganzen Kreml vorbei bis zur Christus Erlöser Kirche und dann heim ins Hotel. Schließlich geht ein ganzer Tag touristliches Umherlaufen gehörig in die Beine, zumal meine Operation am Blinddarm auch erst knappe 5 Wochen her ist.

 

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