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Seoul Sightseeing

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Den Vormittag verbringen wir in einem Internet-Cafe, denn die kommenden Tage bis zum Empfang der Motorräder in Seattle wollen wir sinnvoll nutzen. David will ein paar Tage in Thailand verbringen und ich suche nach einem günstigen Flug direkt nach Seattle. Die Umgebung dort scheint auch sehr schön zu sein.
Gegen 12:30 Uhr gehen wir zur Metro, denn zum Treffpunkt mit unserer netten Stadtführerin Zhenja müssen wir rund 60 km in das Zentrum von Seoul fahren.
Wenn ich in einer neuen großen Stadt bin, dauert es immer ein wenig bis ich das System der Metro durschaut habe. Die Einheimischen sind sehr hilfsbereit und so sitzen wir recht schnell in der passenden Metro. Die Fahr dauert länger als erwartet, Zhenya ist fast schon auf dem Heimweg als wir aus der Metro zurück ans Tageslicht gelangen. Beim gemeinsamen Mittagessen ist hebt sich die Stimmung schnell und wir schmieden Pläne was wir denn so alles ansehen wollen.

Gyeongbokgung Palace (Seoul)Als Erstes sehen wir uns eine Tempelanlage an, die sehr gut restauriert ist. Der Name ist fast nicht auszusprechen: Gyeongbokgung Palace lautet der Name (http://de.wikipedia.org/wiki/Gyeongbokgung).
Wir verbringen fast 2 Stunden dort, denn die Anlage ist sehr weitläufig und wir finden immer wieder neue interessante Stellen.

Nach der Tempelanlage haben wir uns einen leckeren Cafe verdient. Glücklicherweise gibt es dort auch kostenloses WiFi. Meinen Laptop habe ich im Rucksack dabei und so kann ich meinen Flug übermorgen nach Seattle buchen und direkt online bezahlen.

Ein paar Straßen weiter ist wieder ein buddhistischer Tempel in dem gerade gebetet wird. Unser Gesprächsthema wendet sich daufhin, welchen Glauben jeder von uns hat und ob wir diesen Glauben tatsächlich praktizieren oder ob die Religion nur ein Eintrag im Reisepass ist.

Weiter geht es zu einer Anlage in dem die antike koreanische Lebensweise erklärt wird (http://hanokmaeul.org/). Es gibt Live-Musik mit typischen Melodien und einige andere Darbietungen. An einer Stelle können wir uns in klassische Kleidung hüllen und wie König und Königin fühlen.

Namsan Tower, Lightshow bei NachtInzwischen ist es schon dunkel und wir sind in der Nähe von Namsan Tower, dem Fernsehturm. (http://en.wikipedia.org/wiki/Namsan_(Seoul)) Der Weg dorthin führt einen Hügel hinauf und wegen der hohen Luftfeuchtigkeit kommen wir heftig ins Schwitzen bis wir oben ankgekommen sind. Die Belohnung ist eine Lichtershow mit Lasern vor dem Tower und ein senstioneller Blick über das nächtlich beleuchtete Seoul. Am Aussichtspunkt ist das Geländer von Schlössern überdeckt. Ein lustiger Brauch: Vor allem junge Paare schreiben auf ein Schloss Ihre Namen und verschließen dieses dann am Geländer in der Hoffnung dass der Wunsch dann in Erfüllung geht.

Die Wohnung, in der wir übernachten ist im vierten Stock über einem Fitness-Center, das scheinbar ebenfalls unserem Gönner gehört. Um 23 Uhr wird die Eingangstüre verschlossen, danach bleibt uns nur noch die Möglichkeit unseren Gastgeber aufzuwecken um in die Betten zu kommen. Es ist schon 22 Uhr als wir vom Fernsehturm in die Stadt hinunterlaufen und wir wollen die Gastfreundschaft nicht zu sehr strapazieren. In der Metro verabschieden wir uns von Zhenya und machen uns auf schnellstem Weg nach Hause. Hoffentlich ist unser Gastgeber noch nicht im Bett...

Wir erreichen unsere Wohnung erst um 23:40, doch unser Gastgeber wartet in der lauen Abendluft auf uns. Er will wissen wie unser Tag verlaufen ist und ob wir zu Abend gegessen haben. Tatsächlich haben wir das Abendessen für den Besuch des Fernsehturms ausfallen lassen, wir sind einfach nicht dazu gekommen. Das passt unserem Gastgeber jedoch gar nicht. „We will now go to eat hamburgers“, so seine Worte in etwas holprigen Englisch... Und dann noch „I pay“. Wir kommen einfach nicht  dazu jemals etwas bezahlen zu dürfen, so sehr wir auch darauf bestehen!

Vorher jedoch eine andere Frage des Mannes. „Did you see red light destrict?“ Also nein, das Rotlicht-Viertel stand heute wirklich nicht auf unserem Programm. Inzwischen ist es fast 0:30 und eigentlich wollen wir weder Hamburger-Essen, noch ins Rotlicht-Viertel, wir sind einfach zu müde.
Trotzdem ist unser neuer „Stadtführer für das Nachtleben“ nicht von seinem Vorhaben abzubringen. Also rein in seinen Wagen und ab ins Vergnügen. Nach der Wohltat für das männliche Auge folgt noch der Besuch im Hamburger-Restaurant. Natürlich dürfen wir wieder nicht für unser Essen bezahlen.
Nach diesem langen und äußerst eindrucksvollen Tag fallen uns schnell die Augen zu...

 

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