Motorrad Transport von Russland in die USA
Da ich von Deutschland in Richtung Osten losgefahren bin, benötigte ich als erstes einen Transport von Russland (Vladivostok) in die USA. Durchwegs alle angeschriebenen Unternehmen in Deutschland bzw. Europa konnten keine Lösung hierfür anbieten. Das Problem hierbei war, dass bei meinem Unternehmen der Transport von einem Zweitland in ein Drittland (hat nichts mit der wirtschaflichen Lage zu tun!) durchgeführt werden muss. Kein Unternehmen hatte in Russland eine zuständige Filiale als Ansprechpartner und so musste ich das das Risiko eingehen in Vladivostok selber nach einem Transportunternehmen zu suchen. Durch Glück und Freunde vor Ort gab es schließlich eine Möglichkeit das Motorrad von Russland in die USA zu bekommen, doch der ganze Vorgang war nicht einfach. Es war schlichtweg unmöglich die Maschine als Luftfracht aus Russland in die USA zu versenden. Kein Luftfrachtunternehmen wollte sich diese Aufgabe zutrauen. Also blieb nur noch der Transport auf dem Seeweg.
Kontakt in Russland (Vladivostok)
Das von mir beauftragte Seefracht-Unternehmen in Vladivostok war Transfes.
(http://tma.ru/en/index.html)
Das Büro von Transfes liegt direkt im neben dem Hauptbahnhof im Hafen von Vladivostok und ist somit leicht zu finden. Als Ansprechpartner hatte ich Dimitry und Roman. Leider gab es keine Möglichkeit einen Container zu teilen, so musste ich für meine Maschine einen ganzen 20-Fuß-Container anmieten. (Glücklicherweise traf ich kurz vor dem Verschluss des Containers David aus England, der seine Maschine mit in meinen Container stellte und mir eine verhältnismäßig kleine Summe dafür anbot. Auch wenn die Kosten unfair auf meinen Schultern lagen, war es doch besser als alleine die ganze Fracht zu zahlen.)
Neben dem Container selbst mussten noch ein Customs Broker für die Papierarbeit (auf kyrillisch) und die Handlingkosten des Containers in Vladivostok gezahlt werden. Der Container selbst ging dann vom Zoll versiegelt erst nach Korea / Busan und von dort nach Seattle in den USA.
Kontakt in den USA (Seattle)
In Seattle musste trotz des gemeinsam genutzten Containers jeder für sich beim den Behörden (US Customs and border protection) die Papierarbeit für die Einfuhr erledigen. Dies war jedoch kein großer Aufwand, denn für den temporary import (12 Monate) hält sich die Papierarbeit in Grenzen.
Schwieriger war es jedoch an die Maschinen selbst zu kommen. Als Zivilist darf man auf gar keinen Fall auf das Gelände der Docks. Auch wenn man den Container auf der anderen Seite des Zauns vor sich hat, es gibt trotz der genehmigten Einfuhrpapiere keine Chance an den ersehnten Inhalt zu kommen! Die einzige Lösung ist über eine ansässige Firma einen Truck anzumieten der den Container auf den Docks abholt und in ein Warehouse bringt. Dort kann von den Mitarbeitern der Container geöffnet werden und erst dann kann man seine eigene Maschine in Empfang nehmen. Das Organisatorische ist allerdings noch nicht zu Ende, denn der Container muss wieder zu dem vom Frachtunternehmen angegebenen Ort zurückgebracht werden.
Für die Organisation in Seattle habe ich die Airport Brokers Corporation beauftragt.
http://airportbrokers.com/
Mein Ansprechpartner dort war Gary Ryan.
Sicher wäre es auch möglich gewesen einen Truck und ein Warehouse auf eigene Weise zu organisieren, doch wenn hier nicht alles reibungslos abläuft wird das dabei gesparte Geld um ein Vielfaches überstiegen (Lagerung des Containers an den Docks 100.- USD pro Tag!).
Als Alternative zur Seefracht von Russland in die USA gibt es noch die Möglichkeit der Luftfracht mit einem Umweg über Korea. Da für deutsche Maschinen und Fahrer aktuell keine Möglichkeit besteht in Korea auf den Straßen selber zu fahren, benötigt man hierfür einen Transport per LKW ab der russisch/koreanischen Grenze. Ab dem Flughafen in Korea geht der Transport dann direkt in die USA. Im Nachhinein betrachtet wäre diese Lösung für mich als Einzelperson gleich teuer wie die Seefracht ab Vladivostok gewesen, aber um einiges schneller gegangen. Kontakt hierfür ist Wendy Choi von Aero International in Korea. Sie kann neben der Luftfracht auch den LKW ab der russischen Grenze organisieren. (Ihre Emailadresse kann bei mir angefordert werden!)
Für weitere Fragen zu meinen Erfahrungen stehe ich gerne persönlich als Ansprechpartner zur Verfügung. Eine Email an mich genügt!



Transport Motorrad

