25.06.2005 (Samstag) 4. Tag
Vodna Orava – 265km – Vodna nadrz (Valkovce)
Nach der lauten Nacht auf dem an sich idyllischen Campingplatz gönnen wir uns an der Rezeption einen Cafè. Einen Cafè den wir alle drei nach dem ersten Schluck stehen lassen. Schlichtweg untrinkbar. Wir packen unsere Bikes und fahren in die nächstgelegene Stadt. Im ersten Cafè des Orts gibt es hervorragenden Cafè. Und viele blasse Gesichter. Wir sind hier wohl bei den verbleibenden „Techno-Freaks“ gelandet, die uns die ganze Nacht den Schlaf geraubt haben! Die Gesichtsausdrücke sind bedauernswert genug und wir sparen uns Kommentare zur Nacht. Mit dem Café haben wir nun schon einige Schlappen erlebt. Daher kommt uns in fraglichen Fällen nur noch eigener Cafè in den Becher. Allerdings braucht man dazu eine Kaffeemaschine! Wir stellen fest dass sich am Nachmittag der Abreise ein kleiner Fehler eingeschlichen hat. Loszgezogen um eigentlich die Kaffeemaschine einzupacken, dafür aber die Tabletten für die abklingende Wurzelbehandlung eingepackt. Ich will keine Namen nennen. Wir sind ja froh dass der Zahn gebändigt wurde. Und irgendwie werden wir schon noch zu einer Maschine kommen. Wir schwärmen aus und versuchen unser Glück. Leider gibt’s in den diversen Läden nur 220V-Kaffeemaschinen, aber keine Version für den Campingkocher.... Egal, wir werden unterwegs schon noch was passendes finden! Wir fahren über Zakopane in Polen wieder in die östliche Slowakei. An einem See finden wir wieder einen Campingplatz. Als wir nach dem Tarif fragen, bekommen wir als Antwort „nichts“. Natürlich in Landessprache, aber es war ein deutliches „Nein, es kostet wirklich nichts“.
Wir freuen uns und wollen uns dafür abends mit entsprechendem Umsatz an Speisen bedanken. Doch hier wartet die nächste Überraschung. Es ist wohl alles aus. Nur Pommes gibt’s noch. Ok, kein Problem, ist ja auch was zu essen! Als die Pommes an den Tisch kommen, fallen wir fast vom Hocker. Die Pommes werden uns im Plastikbecher serviert. Unten zu einem Drittel im Ketchup schwimmend, machen die Pommes einen wunderbaren Eindruck. Das ist genau die Art an Stärkung, die man nach einem langen Tag auf dem Mopett braucht! Zum Glück haben wir noch Brot dabei. Wir organisieren uns ein Bier zum mitnehmen und stillen unten am Zelt unseren Hunger. Dabei planen wir die Route des kommenden Tages.
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