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Startseite Rumänien 2005 Reisebericht Rumänien 2005 - 10. Tag

Reisebericht Rumänien 2005 - 10. Tag

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01.07.2005 (Freitag) 10. Tag
Sibiu – 89km – Zelten am Fluss
Vor dem Frühstück packen wir unsere Bikes und machen einen Öl-Check. Zu Fuß laufen wir noch eine Runde durch das schöne Sibiu. Bald wird diese Stadt noch schöner aussehen, denn an allen Ecken wird emsig renoviert. Bevor die Temperaturen zu heiß werden schauen wir dass wir aus der Stadt rauskommen und in Richtung Berge fahren. Es liegt die angepeilte 100km Schotterstrecke vor uns. Vor dem Einstieg in die Bergstraße passieren wir einige Bauernhöfe. Hier wird mir ein alt bekanntes Sprichwort immer wieder in Erinnerung zurück gerufen: „Den letzten beissen die Hunde“. Das ist Tatsache. In unserer 3er-Gruppe läuft dass passieren eines Bauernhofs immer gleich ab. Beim ersten werden die Hunde aufgeschreckt. Beim zweiten Motorrad sind die Hunde schon fast am Wegesrand. Beim dritten Motorrad sind die Hunde gefährlich nahe an der Fuß-Wade. Da ich wegen der Fotos meist der letzte bin, trifft mich dieses Los öfters. So hatte ich die Gelegenheit eine sinnvolle Taktik zu entwickeln, die für den ganzen weiteren Urlaub bestens funktioniert hat. Sind die Hunde noch nicht allzu nahe, dann die Geschwindigkeit auf ca 20km/h verlangsamen und in den zweiten Gang schalten. Meist wenden die Hunde sich dann vom zweiten Motorrad ab und gehen auf das langsamere Ziel (also mich). Ist der am nächsten kommende Hund dann knapp unter 10m entfernt, heißt es beherzt Gas geben, aber nur so stark dass keine Steine auf die Hunde geschleudert werden! Mit der Beschleunigung konnte bisher auch der motvierteste Wachhund nicht mithalten... Die aspahltierten Straßen lassen wir schnell hinter uns. Auch die Straßenbreite verengt sich auf den Gebirgswegen immer mehr. Da uns alle paar Minuten immer ein Lastwagen (mit großen Felsbrocken beladen!) entegen kommt, bleiben mir mit einer Hand immer an der Bremse.
Auf einer frisch planierten Straße machen die nächsen Kilometer richtig Spass. An einer Hütte springt ein Arbeiter auf und winkt uns wild zu. „Wie freundlich die Leute sind!“ dachten wir uns. Ein paar hundert Meter wird uns die Ursache des wilden Winkens bewusst. Die planierte neue Trasse endet aprupt und fällt steil rund 15m auf den bisherigen schmalen Weg ab! Wir können gerade noch rechtzeitg bremsen und uns dann an der Böschung entlang den Weg nach unten suchen. Von dem Schreck müssen wir uns erst erholen und machen ein paar Minuten Pause.
Da wir heute erst ein paar Kilometer geschafft haben, machen wir uns jedoch bald wieder auf den Weg. Leider sind die Berge in Nebel, so können wir die „Thors Zwillinge“ leider nicht sehen.

Was wir ein paar Kilometer auch nicht sehen können, ist der Weg vor uns! Durch einen Gebirgsfluss ist der Weg überflutet. Jetzt stehen wir am späten Nachmittag vor der Entscheidung: Entweder rund 70km zurück fahren, oder die Querung wagen. Da das Wasser nicht besonders tief aussieht entscheiden wir uns für die Flussquerung. Auch wenn der Fluss an dieser Stelle mit rund 15m nicht besonders breit ist, haben wir schon ein wenig Herzklopfen! Als Motorradfahrer mit der meisten Erfahrung unter uns wagt sich André als erster durch den Fluss und kommt ohne Probleme am anderen Ufer an. Einzeln folgen wir der Linie die auch André gefahren ist und kommen auch trocken drüben an. Trotzdem hat es uns ein paar Schluck Wasser die Hosenbeine hochgespritzt. Selbiges läuft dann postwendend innen in die Schuhe. Da wir bald unsere Zelte aufstellen wollen ist das nicht so tragisch.

Wir folgen dem Fluss und stellen ein paar Kilometer später unsere Zelte abseits des Weges auf. Nachts am Lagerfeuer verändert sich deutlich das Fließgeräusch des Flusses. Da es stockdunkel ist können wir die Ursache nicht sehen. „Gibt es hier nicht wilde Tiere? - Und hat da jemand nicht sogar was von Bären erzählt?“ Zus Sicherheit heizen wir das Feuer lange in die Nacht an bis ein Gewitter über uns hereinzieht. Reichlich müde verziehen wir uns in die Zelte und sind auch bald eingeschlafen. Wenn ich mich recht erinnere habe ich in deser Nacht auch von wilden Bären geträumt!

 

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